Buche (Fagus sylvatica)

Verbreitung:
Europa mit Schwerpunkt West- und Mitteleuropa, vor allem in Frankreich.

Baumbeschreibung:
Buchen haben Stämme mit glatter, grau schimmernder Rinde und bilden bei entsprechender Pflege weit ausladende Kronen aus. Auf guten Standorten werden Buchen bis zu 50 m hoch, ihr Höchstalter liegt bei etwa 300 Jahren. Für die naturnahe Forstwirtschaft ist die Buche eine wichtige Baumart.

Bei gezielter Pflege und in Mischung mit anderen Baumarten sind besonders vielfältige und vielschichtige Bestände möglich.
Wertvolle Buchenstämme, wie sie zur Herstellung von Schäl- oder Messerfurnieren gebraucht werden, haben in der Regel einen Mittendurchmesser (Durchmesser in der Mitte des Stammes) von 40 cm und darüber. Heutzutage leider nur noch selten bis über 100 cm. Weil die Buche mit ihren Wurzeln und mit ihrem Laub den Boden auflockern und verbessern kann, wird sie auch als "Mutter des Waldes" bezeichnet. Bekannt sind ihre auch für den Menschen genießbaren Früchte, die Bucheckern.

Charakteristik der Maserung:
Die Buche ist geprägt durch einen schlichten Aufbau mit zerstreut feinen Poren und präsentiert sich farblich in rötlichweiss bis hellrötlich.

Eigenschaften:
Buche ist dank hoher Festigkeit sehr strapazierfähig. Buchenholz läßt sich gut polieren, beizen und einfärben; die Oberflächenbehandlung kann mit allen handelsüblichen Mitteln erfolgen.

Verwendung:
Früher wurde Buche vorwiegend für stark beanspruchte Gebrauchsmöbel im Büro-, Schul- und Kinderzimmermöbelbereich eingesetzt, heute wird sie auch für hochwertige Möbel bis hin zu avantgardistischen Möbeln verwendet. Gerade aufgrund der Schlichtheit und der Fähigkeit zu Materialkombinationen gehört Buche zu den meistverwendeten Holzarten. Gedämpft lässt es sich gut biegen und wird daher zum Beispiel für die Sitzmöbelerzeugung gerne verwendet (Thonet-Biegemöbel). Zudem ist das Holz der Buche ein hervorragendes Brennholz.