Erle (Alnus glutinosa)

Verbreitung:
Vorkommen in Europa, hauptsächlich Skandinavien und in osteuropäische Randgebieten, Sibirien. Roterle im Nordwesten der USA und in Kanada.

Baumbeschreibung:
Sommergrüne, schlanke, meist große Bäume mit Durchmessern von 30 bis 80 cm, bis auf etwa 12 m astfreie Schaftlängen. Die Erle ist ein typischer Baum an feuchten Standorten, tritt daher hauptsächlich an Flüssen und Bächen auf.

 

Charakteristik der Maserung:
Ein Splintholzbaum, d. h. Kern und Splint ohne Unterschied, einheitlich blassrötlichgelb bis orangefarben, besonders die saftfrischen Hirnflächen sind nach dem Fällen durch Luftzutritt auffällig orangerot. Mit zunehmender Austrocknung bräunlich nachdunkelnd. Schwach mattglänzend.

Eigenschaften:
Das ziemlich grobfaserige Holz ist weich, leicht spaltbar, ziemlich biegsam, elastisch, jedoch fest, mäßig schwindend mit gutem Stehvermögen. Es lässt sich gut bearbeiten, vorzüglich drehen, schnitzen und gut leimen. Bei der Oberflächenbehandlung ist der Einsatz aller üblichen Mittel möglich; besonders ist das Holz gut zu beizen und zu polieren.

Verwendung:
Erle wird vornehmlich im Möbel- und Innenausbau und in der Türenindustrie eingesetzt. Auch zu Imitationszwecken für Edelhölzer im Möbel- und Stuhlbau, für Musikinstrumente, für Bilderleisten, Bleistifte, Holzschuhe, Schnitzereiarbeiten und als Modellholz. Gefärbt als Ersatz für Nussbaum- und Mahagoniholz.